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  • Marcel Telser

The Marc Side Works



Marc, eine Spirituose für alte Männer ohne Bezug zu Qualität. Dieses Vorurteil hält sich bis heute nachhaltig. Daran konnte auch der „Grappa-Boom“, der vor 20 Jahren Europa erfasste, nichts ändern. Grappa ist eine ganz andere Klasse, so die Meinung vieler - bis heute. Und das obwohl Grappa und Marc dasselbe ist, aber Grappa ist eben eine AOC.


Im Jahre 2004, nachdem wir mit einigen Goldmedaillen für unsere Marcs aufgefallen sind, wurden wir eingeladen, an einem professionell organisierten „Grappa-Länderspiel Schweiz-Italien“ mitzumachen, und zwar mit unserem „Marc Blauburgunder“. Jeweils 6 Juroren aus der Schweiz und Italien bewerteten jeweils 2 Traubentrester-Destillate, eines aus der Schweiz und eines aus Italien. Es startete bitter für die Schweizer - die Grappas aus Italien holten die ersten Punkte. In der dritten Runde stand unser Marc Blauburgunder dem Ribolla der Edeldistille Nonino gegenüber. Das Resultat scheuchte die Italiener auf - wir holten den ersten Punkt für die Schweiz und verwiesen Nonino in die Ränge. Schlussendlich haben dann aber doch die Italiener einen klaren Sieg heimtragen dürfen. Wir waren seinerzeit und sind noch heute sehr stolz auf „unseren Sieg“ und viele Höchstauszeichnungen für Marcs sollten noch unsere Mauern füllen, aus der Schweiz und weltweit.


Marc zu destillieren hat mir immer grosse Freude bereitet. Es ist ein relativ saubere Arbeit und es war immer wieder spannend, wie sich ein Jahrgang, eine besondere Traubensorte oder auch die Lage eines Weinbergs im fertigen Produkt wiederspiegelt. Wir sammelten unsere Erfahrungen und ich hatte diesbezüglich immer einen guten Austausch mit meinem Vater, der Marc über alles liebte.


Da ich mich schon früh für Whisky interessierte, war für mich der Fassausbau immer besonders spannend und so habe ich zuerst mit Marc meine Erfahrungen gemacht. Die Jahre zogen durchs Land und heute haben wir Bestände, die im interessanten Whiskyalter sind, d.h. von 15 Jahren im Fass aufwärts.


Es war immer mein Bestreben, auch Grenzen auszuloten und neue Wege zu beschreiten, die nach der Meinung von Branchensprechern „nicht gehen“. Als wir im Jahre 2009 den ersten Liechtensteiner Whisky präsentierten, ausgebaut im Pinot-Noir-Fass, war der Konsument noch überfordert, denn beim Scotch wurde das grundsätzlich nicht gemacht und wenn, damals zumindest nur als Versuch. Heute ist der Weinfassausbau beim Whisky nicht mehr wegzudenken. Ebenso verfuhr ich im kleinen Quantitäten beim Marc, nur umgekehrt. Ich verwendete klassische Fasstypen, auf die die Scotch-Produktion zurückgriff, d.h. Bourbon, Sherry sowie Cognac-, Rum- und andere Typen der Vorbelegung, mit jeweils m.E. sehr ansprechenden und interessanten Resultaten.

Das vorliegende Trilogie von meinen besten Marcs mit aussergewöhnlichem Finishes sollen in diesem Bereich mein Schaffen in der Destillation abschliessen. Deshalb „The Mark Side Works“ mit einem besonderen Labeldesign, das beim einen oder anderen vielleicht noch andere Assoziationen zulässt.


Limitierte Edition von 40 Sets à 3x700ml CHF 267.00 - erhältlich exklusiv bei Mövenpick Wein, Vaduz




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